![]() |
![]() |
![]() |
|||||
Presse – »The Greta Garbo Collection« (English Version) The Greta Garbo Collection
|
![]() ![]() |
VorwortFarbe! Farbe war immer die wesentliche Komponente. Auch andere Kriterien spielten eine Rolle. Qualität, Beschaffenheit, Proportionen, Herkunft, Zweckmäßigkeit, all diese Dinge waren wichtig, doch Farben – Rosatöne, Lachs, Pink und Moosgrün – waren am wichtigsten. Bei ihr Zuhause herrschte ein Aufstand der Farben. Ein Ineinandergreifen und Fließen der Arbeiten in einer wunderbaren Explosion sich umfangender Farbtöne, die die Stimmung hoben. Nichts war schwarz oder weiß. Während der beinahe vier Jahrzehnte, in denen das Apartment in New York ihr einziges Zuhause war, versuchte sie, eine harmonische Umgebung zu schaffen, in der nichts die Sinne irritierte. Immer wieder suchte und fand sie jene Menschen, die besondere Kenntnisse in Kunst, Inneneinrichtung und Dekoration besaßen. Viele wurden zu lebenslangen Freunden. Sie wählte Objekte aus, die ihr gefielen, ohne Rücksicht auf die aktuelle Mode. Sie kombinierte sie auf fantasievolle Weise: das Teure mit dem etwas Bescheideneren – ein Renoir und ein David Levine, das Neue und das Alte – ein Atlan und ein Lemaire, das Konservative und das Gewagte – ein Thierriat und ein Jawlensky. Nichts war starr. Es gab einen Plan, eine Logik, aber im Rahmen dieses Plans wurde vervollkommnet und verändert. Es kam vor, dass sie sich einnehmen ließ von einer neuen Farbe oder einem neuen Künstler. Chaos war die Folge, bis daraus eine neue Ordnung entstand. Dies ist eine sehr persönliche Sammlung. Sie spiegelt gänzlich den Geschmack, die Vision und die Vorlieben einer Person wider. Einmal, vor etlichen Jahren, saßen wir in ihrem Wohnzimmer. „Ich liebe Farben“, verriet sie mir. „Das Zimmer soll singen. Das ist doch nicht schwer zu verstehen?! Mir ist das angeboren. Ich weiß es einfach. Ich musste es nicht lernen. Dieses Zimmer ist meine Kreation, und ich denke, sie ist ziemlich gut. Man muss lernen, sich selbst zu vertrauen.“ Gray Reisfield
|

|
Eine FreundschaftIch traf Greta Garbo 1947 im Hause von John Gunther, den ich einige Monate später heiratete. Für mich war es ein unglaubliches Erlebnis, das ich nie vergessen werde. Ich betrachtete es als unverhoffte Dreingabe des Lebens, einen Menschen, den ich so sehr bewunderte, aus der Nähe sehen zu können. Damals war sie für mich – und ist es noch heute – jemand, der den bewegten Bildern eine höhere Dimension verlieh, zu einer Zeit, als sie künstlerisch neben dem Theater zweitrangig waren. In meinen Augen – und denen Millionen anderer Menschen – war sie diejenige Schauspielerin, die mehr als alle anderen Romantik und geheimnisvolle Faszination zu verkörpern schien. Ich betrat Johns Apartment, und da war sie. Faszinierend schön, doch zu meiner Überraschung vollkommen einfach, ohne die geringste Anmaßung, Affektiertheit oder Theatralik. Hier war ein Mensch, direkt, anmutig und aufgeschlossen. Ich war schüchtern in ihrer Gegenwart und sprach kein Wort, beobachtete nur, geblendet und überwältigt. Eine Reihe von Umständen führte uns viele weitere Male zusammen, und zwei Jahre später wurden John und ich, Miss G., George Schlee und auch seine Frau Valentina Freunde. Wir sahen einander häufig und kannten uns in der Tat sehr gut. Anfang der 60er Jahre starb George Schlee, und John folgte 1970. G. G. und ich, nun allein, verloren nie die Zuneigung und das Interesse füreinander. Wie kann ich sie beschreiben? Sie war ganz sicher die schönste Frau, die ich je gesehen habe oder mir vorstellen konnte. Ihre Züge waren makellos, doch der Zauber ihrer Schönheit kam aus ihrem Innern. Eine seltsame Melancholie umgab sie, die einen glauben machte, dass ihr wunderbares Gesicht die Geheimnisse des Lebens preisgab – Sorgen und Freuden zugleich. Was für ein Mensch war sie? Sie war Skandinavierin, sachlich, unerschrocken, nahm die Dinge – auch die schlechten – wie sie sind. Andererseits jedoch war sie eine philosophische Poetin. Ich sehe ihr Verständnis vom Leben und der Welt auf zwei Ebenen. Nochmals, wie kann ich sie beschreiben? Sie war schwer fassbar, ausweichend. Sie sprach nicht über ihre Beziehungen – die wichtigen Dinge, die ihr widerfuhren. Sie war vollkommen verschwiegen. Sie log nie, wich direkten Fragen jedoch aus. Dies lässt sich zum Teil dadurch erklären, dass sie gnadenlos verfolgt wurde von Presse und Öffentlichkeit. Seit ihrem 18. Geburtstag wurde alles, was sie tat oder sagte, irgendwann in einer Zeitung oder Zeitschrift abgedruckt, oft in verzerrter und verdrehter Form. Daher war sie verständlicherweise misstrauisch, was den Austausch von Vertraulichkeiten anging, doch ich glaube nicht, dass dies der wahre Grund war für ihre Verschwiegenheit. Zurückgezogenheit war Teil ihres Wesens. So tiefgreifend war ihr Empfinden für Privatsphäre, dass es auch umgekehrt wirkte. Damit will ich sagen, dass sie der vertrauenswürdigste Mensch auf der ganzen Welt war. Man hätte ihr alles erzählen können und dabei vollkommen sicher sein, dass es niemals preisgegeben würde. Ich habe keinen anderen Menschen gekannt, dem ich so vertrauen konnte wie ihr. Was für ein faszinierendes, facettenreiches Geschöpf. Tiefgründigkeit und Rätselhaftigkeit standen beinahe im Gegensatz zu ihrer Fröhlichkeit, ihrem köstlichen Humor, ihrem Sinn für das Komische. Sie war interessiert und lustig, spöttisch, geistreich und witzig. Eine clowneske, kindliche Freude an allen möglichen Dingen straft das Bild, welches die Öffentlichkeit von ihr hatte, Lügen, doch dies war ein sehr großer Teil von ihr. Für kranke Menschen hatte sie Mitgefühl in einem ungewöhnlichen Ausmaß. – Ich habe nie erlebt, dass sie sich anderen Menschen gegenüber unfreundlich oder arrogant verhielt. – Sie hasste Gewalt. – Was ihren Ruhm betraf, war sie vollkommen bescheiden. – In ihrer künstlerischen Integrität und ihrem ästhetischen Urteil, ob richtig oder falsch, war sie stets sicher und klar. – Sie mochte Gemälde. – Sie liebte die freie Natur. Ich persönlich vermisse nicht die öffentliche Persönlichkeit, sondern eine Freundin, die ich liebte und die ich nicht entbehren möchte, den Menschen, mit dem ich am Telefon über so unwesentliche Dinge reden konnte wie die Seemöwen auf meinem Floß in Vermont. In den letzten Jahren telefonierten wir mehrmals in der Woche einfach so, sprachen über nichts Besonderes. Genau das macht wohl eine Freundschaft aus, und G. G. war diese Art Freundin. Einmal erzählte sie mir, Leute in einem Flugzeug hätten bei der Landung gesagt: „Als wir sahen, dass Sie an Bord sind, wussten wir, alles würde glatt gehen.“ „Kannst du dir das vorstellen?“, fragte G. G. Ja, das kann ich mir gut vorstellen. Ein anderes Mal, in Paris, kam ein junger Journalist in unser Zimmer im Hotel Parc Monceau, um John zu besuchen. Es traf sich, dass G. G. da war, und wir stellten sie wie üblich als Miss Brown vor. Er erkannte sie nicht, fragte jedoch am nächsten Tag John: „Wer war die Frau bei euch gestern Abend? Über sie würde ich gern mehr erfahren. Ich habe auf dem Nachhauseweg über sie nachgedacht.“ Woher nahm sie diese Fähigkeit? Ich kann es nicht sagen, aber es lag nicht an Schönheit oder Ruhm. Es ging ein Zauber von ihr aus, dem man nur in sehr wenigen Menschen im Leben begegnet. Sie war außergewöhnlich. Jane Gunther
|
Eine Erinnerung„Ich werde ewig auf dich warten; das ist gar keine so lange Zeit.“ Sie war fähig, diese Gefühle zu erzeugen. Sie war eine wunderbare Mischung aus Stärke und Empfindsamkeit, Klugheit und Warmherzigkeit. Sie war voller Humor, Logik und Sachlichkeit. Vor allem aber wusste sie, wer sie war. Sie war der beste Freund, den man sich wünschen konnte. Bei niemand sonst fühlte man sich so gut aufgehoben. Sie sprach mit ihren Augen; sie waren magisch, und man verstand, daß ihre innere Schönheit die äußere gar noch übertraf. Stuart D. Saal, M.D.
|
Die Jawlenskys der GarboEin Blick auf die Jawlenskys in der Garbo-Sammlung zeigt, dass ihre Leidenschaft den Arbeiten galt, die zwischen 1915 und 1918 gemalt wurden. Die Garbo-Gemälde entstammen den drei wichtigen Bilderserien, die in diesen Jahren geschaffen wurden, und spiegeln die Entwicklung der Interessen und des Stils des Künstlers während einer wichtigen Lebensphase wider. Das farbenfrohe Blumenstilleben und die Variation Versonnen entstanden 1915, kurz nach Jawlenskys dramatischer Übersiedlung nach St. Prex, wo er ein neues Leben und ein neues Werk begann. Beide Bilder sind besonders schöne und harmonische Beispiele seiner Serie von Stilleben und Variationen. Frau aus St. Prex und Variation Vorwinter, 1916, verdeutlichen Jawlenskys Suche nach einfacheren und folglich abstrakteren Formen in der Serie innerer Landschaften. Frau aus St. Prex ist ein faszinierendes Werk aus einer Übergangsphase, das Jawlensky malte, kurz bevor er an der Serie der „Mystischen Köpfe“ zu arbeiten begann, das jedoch auch an seine Porträts aus der Vorkriegszeit erinnert. Die drei „Mystischen Köpfe“ – Erde, Profil und Schwarze Locken – legen Zeugnis ab von einem neuen Stil, in dem durch Vereinfachung der Formen eine kraftvolle, jedoch subtile Expressivität erreicht wird. Zusammengenommen repräsentieren die Garbo-Gemälde einen Schlüsselmoment im Leben Jawlenskys, eine Zeit, in der er nach einer inneren Krise etwas Neues zu schaffen begann, voller Energie, Hoffnung und Harmonie. Angelica Jawlensky
|
|

|
|
![]() |
![]() |
| Pierre-Auguste Renoir, Öl auf Leinwand aus dem Jahre 1897; »Confidence« (Format: 41 x 33cm) ; Versteigerungswert: US$ 2.000.000 - 3.000.000 | Pierre-Auguste Renoir, Öl auf Leinwand aus dem Jahre 1889; »Enfant assis en robe bleue (Portrait d'Edmond Renoir, jr.)« (Format: 65 x 54cm); Versteigerungswert: US$ 4.000.000 - 6.000.000 | Pierre-Auguste Renoir, Öl auf Leinwand aus dem Jahre 1909; »Leontine et Coco (Claude Renoir)« (Format: 54 x 64cm); Versteigerungswert: US$ 7.000.000 - 9.000.000 |

Die Maler der GarboNachfolgend zeigen wir Ihnen eine Liste der Maler der Gemälde aus ihrem Apartment (externe Links):
Weitere Link-Empfehlung
|
![]() |
|
![]()
[Home] · [Chronologie] · [Garbo heute] · [Galerie] · [Presse] · [Meinungen] · [Sterne] · [Kontakt]
[Intro (2MB)] · [Franz Blei: Die göttliche Garbo] · [Stummfilme] · [Tonfilme] · [E-Mail]
[The Greta Garbo Collection] · [Interview with Greta Garbo (English)]
[Press Articles about Greta Garbo] · [True Story of Garbo’s Life by Sven-Hugo Borg]
www.greta-garbo.de = die größte private Fanseite über den schwedischen Hollywood-Star!
www.greta-garbo.de = The most complete web site about Greta Garbo!